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A, nach oben
Abort Fehlgeburt, mehr dazu Link
Absaugen mittels eines dünnen Katheters wird Flüssigkeit, Schleim usw. aus dem Nasen-Rachen-Raum abgesaugt
Acidose bedeutet Übersäuerung. Im Bindegewebe bilden sich Ablagerungen. Als Folge können auftreten: Gewichtsprobleme, chronische Krankheiten, Allergien, Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, Stoffwechselleiden.
Adaption Der Organismus des Kindes muss sich nach Verlassen des Mutterleibes auf ein eigenständiges Leben umstellen. Dazu gehört die Öffnung des Lungenkreislaufs und der Verschluß des Ductus arteriosus. Auch die Umstellung des Körpers auf die eigene Energieversorgung, die selbständige Steuerung des Stoffwechsels und der Atmung sowie die Kontrolle der Körpertemperatur gehören dazu.
ALTE (apparent life threatening event) oder ALE (anscheinend lebensbedrohliches Ereignis). überlebtes offensichtlich lebensbedrohliches Ereignis
Alveolen, Lungenbläschen Die Alveolen sind kleine Luftkammern, die durch Wände aus elastischen Fasern begrenzt werden. Die Alveolarwände bilden das eigentliche Lungengewebe und sind mit einem dichten Kapillarnetz durchzogen.
Ambubeutel Manuelles Handbeatmungsgerät
Aminosäuren Baustein des Eiweiß
Anämie Anämie bedeutet wörtlich Blutarmut (griechisch); gemeint ist der Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Dabei gibt es zahlreiche Ursachen für eine Anämie.
Anenzephalie Die Anenzephalie ist eine schwere, nicht mit dem Leben vereinbare Fehlbildung des Zentralnervensystems, mehr dazu Link.
ANS Atemnotsyndrom = Lungenunreife. Die Lungenunreife beruht überwiegend auf dem Fehlen des oberflächen-aktiven Stoffes (Surfactant -- Surface active agent). Die Lungenbläschen sind, solange der Säugling noch nicht eigenständig atmen muß, aus energetischen Gründen platt. Mit den ersten Atemzügen füllen sich die Bläschen und werden durch Surfactant stabil gehalten.
Antibiotika Medikamente, die hemmend oder zerstörend auf Bakterien, Pilze und Keime wirken. Sie werden zur Bekämpfung von Infektionen benutzt, und sind grundsätzlich bei Infektionen mit Viren nutzlos.
Antikonvulsiva Medikamente, die eingesetzt werden, um Krampfanfälle zu lösen oder zu verhindern.
Apgar Der APGAR-Score ist nur eine sehr grobe und subjektive Beurteilung wichtiger Lebensfunktionen unmittelbar nach der Geburt. Er beschreibt, wie gut es dem Baby in den ersten Minuten nach der Geburt geht.
Apnoe Als Apnoe bezeichnet man einen Atemstillstand. Insbesondere Frühchen sind durch ein unreifes Atemzentrum oft von Apnoen betroffen. Apnoen und andere Atemprobleme können ein Grund dafür sein, ein Kind an die künstliche Beatmung anzuschließen.
Asphyxie akuter Sauerstoffmangel bei hohem Kohlendioxidgehalt im Blut
Aspiration Einatmen von Flüssigkeit in die Lunge
Astrup ( SBH ) Blutuntersuchung von ph- Wert und Blutgasen
Aszites freie Flüssigkeit im Bauchraum
Atelektase Hierbei wird ein Lungenabschnitt nicht richtig belüftet,dieser Abschnitt klebt aneinander und verkleinert somit die für die Atmung verleinerte Lungenoberfläche. Ursache hierfür ist bei Frühchen häufig das Fehlen des Schmiermittels “Surfactant”, das die Lunge vor dem Verkleben bewahrt. Atelektase können sich später wieder auflösen.
Atemnotsyndrom ( ANS ) Azidose, Übersäuerung des Blutes.
B , nach oben
Babinski-Zeichen Lähmung, mehr siehe Link
Bauchhöhlenschwangerschaft Dabei kommt es zur Einnistung der befruchteten Eizelle außerhalb der Gebärmutter. Der Embryo kann sich in der Frühphase normal entwickeln, stirbt jedoch in der Regel innerhalb der ersten drei Monate ab. Typische Beschwerden sind einseitige Unterbauchschmerzen und (meist) vaginale Blutungen
Basale Stimulation Stimulation zur Wahrnehmung, Kommunikation und Bewegung
Beatmung Unterstützung bzw. Übernahme der Atmung durch ein Beatmungsgerät; verschiedene Möglichkeiten stehen zur Verfügung; CPAP, IPPV, HFOV, SIPPV, SIMV, BIPAP, HFV, IMV, PEEP
BIPAP BIPAP (biphasic positive airway pressure) Beatmungsgerät schaltet zwischen zwei (in- bzw. exspiratorischem) Druckniveaus hin und her, auf beiden Niveaus kann spontan geatmet werden, mehr siehe auch Beatmung
Bilirubin Bilirubin ist ein "Abfallprodukt", das beim Abbau des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin in der Leber entsteht und über die Galle ausgeschieden wird. Abbauprodukt des Hämoglobins; durch die Unreife der Leber lagert Bilirubin in der Haut ein und es kommt zur Neugeborenengelbsucht ( Hyperbilirubinämie ); nicht ansteckend; Behandlung erfolgt mit Phototherapie ( Blaulicht )
Blutbild ( BB ) Laboruntersuchung zur Bestimmung von Erythrozyten, Leukozyten,Hämoglobin, Hämatokrit und Thrombozyten
Blutgasanalyse Untersuchung des Blutes, bei der das Verhältnis von Sauerstoff und Kohlendioxid und der pH-Wert, bestimmt werden kann.
BNS- Krämpfe Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe, schwere Form von Anfallsleiden (Epilepsieform)
Bradykardie Eine Bradykardie ist eine verlangsamte Herzfrequenz von unter 120 Schlägen pro Minute. (Normalpuls bei Frühgeborenen liegt bei 120-160 Schlägen/Minute)
Bobath-Konzept Das Bobath-Konzept wurde 1943 von der Krankengymnastin Berta Bobath und ihrem Ehemann, dem Neurologen Dr. Carl Bobath entwickelt, als Frau Bobath erkannte, dass sich die Spastik in Abhängigkeit von der Lagerung und Stellung des Körpers entwickelt. Das heute empirisch weltweit anerkannte krankengymnastische Pflegekonzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlungspflege über 24 Stunden für Hemiplegiker. Mehr dazu siehe Link http://www.medizinfo.de/pflege/konzepte/bobath.shtml Siehe auch MS
BPD Medizinaldeutsch für “Fehlbildung (Dysplasie)- von Bronchial- und Lungengewebe (Bronchopulmonal)”. Die Lunge verändert sich infolge der Belastung, die sie durch Unreife, Beatmung und Krankheiten ertragen muß und nimmt dadurch schlechter Sauerstoff auf. Das Kind braucht daher ständige Sauerstoffzufuhr.
B- Streptokokken Erreger, mehr siehe Link
C, nach oben
CMV Cytomegalie- Virus, mehr siehe Link
CPAP Atemhilfe ( continuous positive airway pressure ) bei eigener Atmung des Kindes; Atmung wird durch einen konstanten Überdruck unterstützt
CT Computertomographie; Bildgebung mittels Röntgenstrahlung
Celebralparesen (CP) Vom Gehirn ausgehende Lähmung, die meist spastisch ist. Bedingt z.B. durch Sauerstoffmangel oder Blutungen.
D, nach oben
Dammschnitt Unter einer Episiotomie versteht man einen Scheiden-Damm-Schnitt, auch als Entlastungsschnitt bezeichnet, der mit einer langen, geraden Schere ausgeführt wird. Als Damm wird der Teil des Beckenbodens bzw. der Beckenbodenmuskulatur bezeichnet, der sich zwischen Scheide und After befindet., mehr dazu Link
Diplegie, spastische Die meisten Kinder mit spastischen Diplegien kommen irgendwann zum Laufen. Durch die nur leicht betroffenen oberen Extremitäten kann die mangelnde Körperbalance durch die Armen gut kompensiert werden. Zur Unterstützung können auch Gehhilfen wie z.B. Vierpunktstützen eingesetzt werden. Das Gangbild zeichnet sich durch kleine trippelnde Schritte, wobei nur der Vorderfuß, seitlich belastet wird. Die Beine neigen dazu in den Hüften gebeugt, adduziert und innenrotiert zu sein. Zusätzlich sind die Knie leicht gebeugt. Eine Rotation wird meistens durch den Kopf eingeleitet.
Ductus arteriosus (Botalli) PDA; Verbindung zwischen Lungen- und Körperschlagader, die vor der Geburt den Blutfluß an den Lungen vorbeiführt und sich nach der Geburt verschließt. Bei FG bleibt der Ductus häufig offen, so dass Blut sofort von der Lungenschlagader in die Aorta und umgekehrt fließen kann.
DUOCAL Eigentlich al “Sportlernahrung” gedacht, wird dieses Mittel auf Basis hochkonzentrierter Fette auch bei Frühchen eingesetzt. Darf unter allen Umständen nur auf ärztliche Verordnung eingesetzt werden!
Duodenalsonde Sonde, die bei Frühgeborenen, deren Magen noch nicht richtig arbeitet, direkt in den Zwölffingerdarm (Duodenum) gelegt wird, um dem Kind ausreichend Nahrung zuführen zu können.
Dünndarmatresie/Dünndarmstenose Verschluss (Atresie) oder Verengung (Stenose) im Dünndarm. Eine Operation ist nötig, um die Durchgängigkeit des Darmes wiederherzustellen und so die Ernährung des Kindes zu ermöglichen.
Dyspnoe erschwerte Atmung
E, nach oben
ECHO (UKG) Echokardiographie; Ultraschall des Herzens
Elektroenzephalogramm (EEG) Elektroenzephalogramm; Aufzeichnung der Hirnströme
Eileiterschwangerschaft Dabei kommt es zur Einnistung der befruchteten Eizelle außerhalb der Gebärmutter. Der Embryo kann sich in der Frühphase normal entwickeln, stirbt jedoch in der Regel innerhalb der ersten drei Monate ab. Typische Beschwerden sind einseitige Unterbauchschmerzen und (meist) vaginale Blutungen
Embryonalentwicklung, Entwicklung eines Kindes siehe Link
EPH-Gestose Durch die Schwangerschaft verursachte Krankheit. Erkennungsmerkmale: Hoher Blutdruck, Eiweiß im Urin, Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Durch eine Gestose wird die Schwangerschaft zum Risiko für Mutter und Kind.
Endotracheale Intubation Zur künstlichen Beatmung führt man einen Schlauch (Tubus) in die Luftröhre (Trachea) ein.
Enteritis Entzündung der Darmwand, Durchfall
Epilepsie Bei der Epilepsie handelt es sich um die häufigste chronische Krankheit des zentralen Nervensystems. Etwa 5% der Bevölkerung erkranken an epileptischen Anfällen – meistens nur vorübergehend – im Laufe ihres Lebens daran. Eine aktive Epilepsie entwickeln hingegen etwa 0,6 % in Europa (Weltgesundheitsorganisation), dies entspricht ca. 500.000 Menschen in Deutschland. Das Risiko, an Epilepsie zu erkranken, ist in den ersten Lebensjahren und ab dem 60. Lebensjahr besonders hoch. Die jährliche Rate an Neuerkrankungen in Deutschland entspricht ca. 35.000 Menschen. Sie ist keine Erbkrankheit, lediglich eine erhöhte Bereitschaft zu Anfällen wird vererbt, und das bei etwa 10% der Menschen, mehr dazu Link http://www.epilepsie-online.de/daten/was.htm
Erythrozyten(rote Blutkörperchen) Es sind Zellen ohne Zellkern, sie sind vor allem die Sauerstoffträger des Blutes. Verantwortlich für diese Funktion ist das Hämoglobin-Molekül, das 4 Moleküle Sauerstoff transportieren kann. Sie enthalten Hämoglobin.
Exikose Flüssigkeitsverlust Exikose genannt. Austrocknung des Körpers
Expiration Ausatmung
Extubation Entfernen von einem Tubus ( Beatmungsschlauch ) aus der Luftröhre
F, nach oben
Fetozid Tötung des Ungeborenen im Mutterleib.
FiO2 Sauerstoffbedarf in %
Flüssigkeitslunge Die Lunge des Ungeborenen ist mit Gewebsflüssigkeit gefüllt. Ein großer Teil dieser Flüssigkeit wird bis zum Geburtstermin resorbiert (vom Gewebe aufgenomme), ein Teil wird bei der Beburt durch das Zusammendrücken des Brustkorbs im Geburtskanal aus den Lungen gepresst. Bei Frühgeborenen fehlt dieser Vorgang und so verbleibt Flüssigkeit in der Lunge, so dass es zu Atmungsproblemen kommen kann.
Frühchen sind Kinder die ein Geburtsgewicht unter 2500g haben die vor oder in der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden (Normalerweise werden Kinder in der 40. Woche mit einem Geburtsgewicht von etwa 3500g geboren. Die Schwangerschaftswochen werden ab dem ersten Tag der letzten Periode der Frau gerechnet.)
Frühgeburten mehr dazu siehe Link
Fontanelle Zwischen den Schädelknochen eines Neugeborenen bestehen noch Lücken, die sich im Verlauf der ersten zwei Lebensjahre schließen. Ein große vorn (viereckig) und eine kleine hinten (dreieckig).
Forceps Geburtszange, „ Zangenentbindung „
G, nach oben
Gastrostoma Operative Eröffnung des Magens durch die Bauchwand zur künstlichen Ernährung.
Gestationsalter Bei jeder Frühgeburt und wenn eine augenscheinliche Diskrepanz zwischen dem errechneten Entbindungstermin und dem Ergebnis der letzten Ultraschallungersuchung besteht, wird das Neugeborene nach gewissen Fragestellungen untersucht, So erhält man als Ergebnis das statistisch berechnete geschätzte (Gestations)Alter des Neugeborenen.
Gestose, mehrere Arten In der Schwangerschaft bestehender hoher Blutdruck; Eiweißausscheidung im Urin und Wassereinlagerung im Gewebe ( HELLP- Syndrom ), EPH-Gestose, mehr dazu Link
Glukose Traubenzucker. Kohlehydrat. Energielieferant. Kann vom Körper schnell aufgenommen und verwertet werden.
GÖR Gastroösophagaler Reflux; Zurücklaufen von Magensäure in die Speiseröhre ( Sodbrennen )
Guthrie-Test Routineuntersuchung bei allen Neugeborenen. Es wird etwas Blut aus der Ferse entnommen, das auf Stoffwechselerkrankungen untersucht wird.
H, nach oben
Hämoglobin (Hb) Roter Blutfarbstoff, der Bestandteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten).Das “Hb” besteht aus Eiweiß und Eisen. Es ist dafür verantwortlich, dass der Sauerstoff, der von den Lungen ins Blut geleitet wird, aufgenommen und zu den Zellen transportiert wird. Ebenso wird das in den Zellen anfallende Kohlendioxid zur Lunge zurückgeführt und kann ausgeatmet werden.
Hämatokrit Der Hämatokrit (HKT) gibt an, welchen prozentualen Anteil die roten Blutkörperchen in einem Liter Blut einnehmen. Die Hämatokritbestimmung wird im wesentlichen eingesetzt zur Verlaufsbeurteilung der Blutzusammensetzung in Notfallsituationen in der Transfusionsmedizin und bei der therapeutischen Blutverdünnung (Hämodilution); außerdem zur Diagnose von Anämien, Polyglobulien sowie Flüssigkeitsverschiebungen.
Hämolyse beschleunigter Zerfall der Erythrozyten
HELLP- Syndrom schwerste Form der Gestose, die mit hohem Blutdruck, Lebererkrankung und Verminderung der Blutplättchen (Thrombozyten) einhergeht.
Hemiparese Lähmung von Arm und Bein einer Seite.
Hernie Steht für Bruch. Es gibt z.B. ein Leistenbruch (Hernie) ist eine Vorbuchtung von Eingeweideteilen durch die Bauchwand. Teils angeboren, teils erworben, ist er meist Folge von Nachgeben des Stützgewebes an anatomischen Schwachstellen, des weiteren gibt es den Nabelbruch oder den Zwerchfellbruch.
Herzrythmusstörungen Wie schnell das Herz schlägt, hängt insbesondere ab von Nervenimpulsen, die der Sinusknoten, ein Nervengeflecht am rechten Vorhof des Herzens, aussendet. 120 bis160 Herzschläge in der Minute gelten als normal. Bei psychischer Anstrengung steigt der Puls an, in Ruhe sinkt er wieder ab. Dieser normale Rhythmus kann gestört sein. Das Herz kann zu langsam oder zu schnell schlagen, es kann mit Unterbrechungen oder mit Extra-Schlägen arbeiten. Diese Störungen sind in dem Begriff Herzrhythmusstörungen zusammengefaßt. Siehe auch Bradykardie, Tachykardie
Hemiplegie, spastische Kinder mit Hemiplegie können das Laufen meistens erlernen, wobei das Gangbild typisch ist. Die betroffenen Seite ist verkrampft und bleibt etwas zurück. Der betroffene Arm befindet sich in steifer Beuge- oder Streckhaltung, das Bein wird in der Hüfte weniger gestreckt, steifer aufgesetzt und kürzer belastet. Dadurch ist die Schrittlänge kürzer und der Fuß wird leicht schleifend nachgezogen, wobei nur der vordere Teil des Fußes belastet wird. Bei den Händen fällt die einseitige Bevorzugung schon beim ersten Greifen auf, dabei können meist assoziierte Bewegungen mit Faustschluß und inkliniertem Daumen beobachtet werden.
HFV HFV (high frequency ventilation) - Hochfrequenzbeatmung. Beatmung mit supraphysiologischen Atemfrequenzen (> 150/min), mehr siehe auch Beatmung
HFOV HFOV (high frequency oscillatory ventilation) - Hochfrequenz - Oszillationsbeatmung, siehe auch Beatmung
Hippotherapie Die Hippotherapie ist eine anerkannte medizinisch-therapeutische Maßnahme, bei der das Pferd als lebendes Übungsgerät eingesetzt wird. Hippotherapie wird von Physiotherapeuten und -therapeutinnen mit spezieller Ausbildung durchgeführt. Durch Hippotherapie können eine Reihe von Erkrankungen wie zum Beispiel multiple Sklerose gebessert werden. Das automatische Reagieren des (im Schritt) reitenden Patienten auf die Auf-, Ab-, Rotations- und Beckenkippbewegungen stärkt auf natürliche und "lockere" Weise die betroffenen Muskelpartien. Der Körper lernt auf diese Weise, wieder "richtig" auf Bewegungsanforderungen zu reagieren. Siehe auch MS
Hirnblutung Bei Frühchen besonders häufig vorkommende Komplikation. Die Gefäße sind noch nicht besonders fest, und somit wird eine Blutung begünstigt. Die Ärzte unterscheiden vier unterschiedliche Schweregrade, und je nach Art der Hirnblutung können leider auch bleibende Hinrschädigungen auftreten. Das Vorliegen einer Hinrblutung läßt sich mittels Ultraschall erkennen. Siehe hierzu auch Wasserkopf.
Hodenhochstand Beim männlichen Fötus werden die Hoden zuerst in der Bauchhöhle ausgebildet. Normalerweise wandern sie während der fetalen Entwicklung, manchmal aber auch erst nach der Geburt, abwärts in den Hodensack. Hodenhochstand ist ein Oberbegriff für alle in der Entwicklung unvollständig aus der Bauchhöhle herabgewanderten Hoden (ein- oder doppelseitig). Er tritt bei etwa zwei bis vier Prozent aller reifen männlichen Neugeborenen auf. Bei Frühgeborenen tritt der Hodenhochstand wesentlich häufiger auf. Diese Tatsache hängt mit dem Reifealter des Kindes zusammen: In der Regel wandern die Hoden im siebten Schwangerschaftsmonat in den Hodensack herunter. In 75 Prozent der Fälle verschwindet der Hodenhochstand im Lauf des ersten Lebensjahres von selbst. Nach dem ersten Lebensjahr können die Hoden allerdings nicht mehr eigenständig herabwandern.Mehr siehe Link
HSV Herpes- Simplex- Virus
HWI, HTI Harnwegsinfektion
Hyalines Membransyndrom Auskleidnung der Lungenbläschen (Alveolen) mit hyalinen Massen (Eiweiß und Kohlehydratkomplexen), die den Gasaustausch unmöglich machen. Ursache ist die Lungenunreife der Frühgeborenen. IRDS
Hyper- “Hyper-”, bedeutet mehr oder über. Das heißt, dass von einem Stoff oder Substanz zuviel vorhanden ist. Gegenteil: Hypo-.
Hyperbilirubinämie Neugeborenengelbsucht. Erhöhte Ansammlung von Bilirubin durch Zerfall der Erythrozyten und Abbau des Hämoglobins.
Hyperglykämie zu hoher Blutzuckerspiegel im Blut
Hyperoxie Zu hoher Sauerstoffgehalt im Blut.
Hyperthyreose Überfunktion der Schilddrüse.
Hypertonus Blutdruckerhöhung.
Hypo- “Hypo-” bedeutet zu wenig oder unter. Von einem Stoff oder einer Substanz ist zu wenig vorhanden. Gegenteil: Hyper-.
Hypoglyämie Zu niedriger Zuckerspiegel im Blut.
Hypokalzämie Zu wenig Kalzium im Blut.
Hypothermie Wärmeverlust (Unterkühlung)
Hypothyreose Unterfunktion der Schilddrüse.
Hypoglykämie niedriger Blutzuckerspiegel im Blut
Hypopnoeisch niedrige Atemfrequenz
Hypoxie Sauerstoffmangel
Hydrocephalus übermäßige Ansammlung von Gehirnwasser (Liquor) in den Hirnkammern (siehe auch Ventricelblutung) oder in den Hirnhautzwischenräumen (Subarachnoidalraum) vergrößerter Kopf. Wenn z.B., bedingt durch eine Hirnblutung, der Abfluss des in den Vetrikeln gebildeten Liquors in das Rückenmark nicht stattfinden kann, steigt der Druck im Schädelinneren und Teile des Gehirns können dadurch beschädigt werden. Dann wird oft eine Operation nötig, bei der eine Drainage gelegt wird, die den Liquor in die Bauchhöhle ableitet. Die verschiedenen Formen des Hydrocephalus (Hydrocephalus occlusus, posthämorrhagischen Hydrocephalus, Hydrocephalus e vacuo) haben unterschiedliche Ursachen (Entzündung, Hirnblutungen, Sauerstoffmangel) und Auswirkungen.
I, nach oben
Ileus Darmverschluß
IMV IMV (intermittent mandatory volume) - intermittierende Beatmung. (Kind kann zwischen den Beatmungshüben spontan atmen), mehr siehe auch Beatmung
Immunglobuline Eiweißkörper, die zur körpereigenen Abwehr von Infektionen wichtig sind.
Infantile Zerebralparese Die Infantile Zerebralparese ist eine nicht fortschreitende funktionelle Hirnschädigung des Kindes; mehr dazu Link.
Infusion Tropf
Injektion Spritze
Inkubator Brutkasten, Temperatur wird nach individuellen Bedarf des Kindes geregelt ca. 37Grad bei kleineren Kindern ca. 30 -34Grad bei reiferen Kindern. Individuelle Sauerstoffzufuhr
Inspiration Einatmung
Intubation Einführen eines Beatmungsschlauches in die Luftröhre zur Beatmung
IPPV IPPV (intermittent positive pressure ventilation) - kontrollierte Beatmung (die gesamte Atemarbeit wird vom Respirator übernommen) siehe auch Beatmung
IRDS IRDS (Infant respiratory distress syndrom), siehe Hyalines Membransyndrom
Intramuskulär (IM) Injektion in den Muskel
Intravenös (IV) Injektion in die Vene
Interstitielles Emphysem Luftansammlung im Gewebe zwischen den Lungenbläschen.
Interstitielles Ödem Wasseransammlung im Lungengewebe.
K, nach oben
KG Abkürzung für Krankengymnastik
Känguruh Eine Methode, bei der das Frühgeborene bäuchlings einem Elternteil (oder einer Krankenschwester) auf den Brustbereich gelegt wird. Das Kind wird mit Decken abgedeckt, so daß es wie in einem Känguruh-Beutel aufbewahrt wird. Die günstige Wirkung dieser Methode auf die Entwicklung des Frühchens ist mittlerweile unumstritten. Die Körperwärme und die Nähe zum Herzschlag sorgen dafür, daß das Frühchen sich wohlfühlt. Das "Känguruh" wurde übrigens per Zufall in Kolumbien entdeckt, als die Zahl der Frühchen sprunghaft anstieg und Kolumbien als armes Entwicklungsland nicht genügend Brutkästen besorgen konnte.
Kanüle hohle Nadel zur Blutentnahme bzw. Injektion
Kapillaren Feinste Blutgefäße.
Katheter dünner weicher Schlauch der in den Körper eingeführt wird. Es gibt z.B. Venen-, Blasen-, oder Herzkatheter.
Katecholamine Medikamente zur Unterstützung der Herz- Kreislauf und Nierenfunktion
Konzentrische Sklerose Eine mögliche und wahrscheinliche Sonderform der multiplen Sklerose. Sie tritt überwiegend bei Kindern und Jugendlichen mit allmählich zunehmender spastischer Tetraparese auf.
Kiss-Syndrom KISS = Kopfgelenk-induzierte-Symmetrie-Störung ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern eine Steuerungstörung. Näheres und Ärzteliste, siehe Link www.kiss-kid.de
L, nach oben
Leistenbruch/Leistenhernie Lücke in der Bauchwand im Bereich der Leiste, durch die der Darm sich nach außen durchdrücken kann.
Leukozyten (leucos= weiß), weiße Blutzellen Das sind die kernhaltigen Zellen des Immunsystems, die unterschiedliche Aufgaben der Immunabwehr wahrnehmen
Leukomalazie (periventrikulär) Mit periventrikulärer Leukomalazie (periventrikulär heißt „um die mit Hirnwasser gefüllten Räume gelegen; Leukomalazie heißt Erweichung bzw. Schädigung der weißen Substanz) bezeichnet man eine Schädigung des Gehirns, die insbesondere bei Frühgeborenen auftritt. Durch eine Sauerstoffmangelsituation, z.B. durch eine zu geringe Durchblutung des Gehirns oder durch Atemstörungen, kommt es zum Absterben von Hirnzellen in dem besonders empfindlichen Bereich, der „periventrikulär“ gelegen ist. Die Auswirkung dieser Schädigung können Ausfälle der motorischen Funktionen, besonders der Beine bis hin zur spastischen Lähmung sein. Meist kann man aber erst im Laufe der Entwicklung des Kindes das Ausmaß der Schädigung genau feststellen.
Lipide Fette
Liquor Gehirnwasser. Wird in den Ventrikeln gebildet und läuft in den Rückenmarkskanal ab. Ist der Abfluß gestört, kann es zur Bildung eines Hydrocephalus kommen.
Lumbalpunktion Entnahme von Liquor durch Punktion des Rückenmarkkanals mittels einer Kanüle
Lungenreifespritzen Wenn eine Notentbindung (Kaiserschnitt) droht, erhält die Mutter eine Serie von Lungenreifespritzen. Diese enthalten Cortison und sorgen dafür, daß die Lungenbläschen des Kindes sich auf eine Selbstatmung vorbereiten. Falls keine (oder nicht alle) Lungenreifespritzen gegeben werden können, muß das Kind nach der Entbindung u.U. künstlich beatmet werden, bis die Lunge nachgereift ist.
Lungenödem Wasseransammlung im Lungengewebe
M, nach oben
Magensonde Eine Magensonde dient der künstlichen Ernährung. Es handelt sich hierbei um einen kleinen Schlauch, der im Magen des Patienten endet. Am äußeren Ende der Magensonde befindet sich ein Anschluß für handelsübliche Spritzen, über die flüssige Nahrung zugeführt werden kann. Magensonden können permanent und temporär verlegt werden. Eine permanente Magensonde wird durch einen kleinen Einschnitt im Bauch verlegt und kann auch nur durch eine kleine Operation wieder entfernt werden. Eine temporäre Magensonde wird jeweils durch die Nase bis in den Magen geschoben. Anschließend wird der Schlauch im Gesicht des Patienten fixiert. Je nach Ausführung muß die temporäre Magensonde alle paar Tage oder auch erst nach ein paar Monaten ausgetauscht werden. Schließlich wird der Schlauch ja permanent von der Magensäure amgegriffen. Das Verlegen einer temporären Magensonde ist nicht allzu schwer und kann erlernt werden.
Mastitis Brustentzündung
Mekonium schwarz- zäher Anfangsstuhl “Kindspech”
Mekoniumpfropf Verstopfung des Darmes oder Darmausganges mit Mekonium
MRT Magnetresonanztomographie; Darstellung von Schnittbildern des Körpers mittels Magnetfeldern
Multiple Sklerose, MS Die multiple Sklerose (MS) ist eine meist schubförmig verlaufende, chronische Erkrankung mit verschiedenartigen neurologischen Symptomen, die meist im frühen Erwachsenenalter beginnt und bevorzugt Frauen betrifft. Anfangs kommt es häufig zum Schleiersehen durch Entzündung des Sehnerven oder zu Sensibilitätsstörungen, im fortgeschrittenen Stadium auch zu spastischen Lähmungen, Blasen- und Darmentleerungsstörungen, die zur Invalidität führen können. Auslösend sind Entzündungen unbekannter Ursache im Gehirn, die zu typischen Veränderungen, den multifokalen Demyelinisationen führen. Zur Diagnose werden neurologische Untersuchung, visuell evozierte Potentiale, bildgebende Verfahren (MRT) und Liquoruntersuchung herangezogen. Eine Heilung ist derzeit noch nicht möglich, durch entzündungshemmende und immusuppressive Medikamente wird das Fortschreiten jedoch verzögert. Wichtig ist auch eine begleitende physikalische Therapie. Mehr zu MS direktes Link http://www.medicine-worldwide.de/krankheiten/neurologische_erkrankungen/ms.html
Therapie MS und Krankengymnastik Bei der Behandlung verschiedener Symptome der MS spielt die Krankengymnastik, auch bekannt unter den Begriffen Physiotherapie oder Heilgymnastik, eine wichtige Rolle. Darunter versteht man die Unterstützung von Therapie und Pflege durch einen planmäßigen abgestuften Einsatz von passiven Maßnahmen (Lagerung, Massage, Dehnungsübungen) und aktiven körperlichen Bewegungsübungen (z.B. allgemeine Gymnastik, Hockergymnastik, Kriechübungen oder Widerstandsgymnastik). Diese Maßnahmen werden zur Verbesserung der Bewegungsmöglichkeiten, Reduzierung von Spastiken, Verhinderung von Kontrakturen und vielem mehr angewandt. Spezielle Methoden, die bei MS eingesetzt werden, beinhalten die Krankengymnastik nach Bobath, Vojta, die PNF-Methode, Wassergymnastik und therapeutisches Reiten (Hippotherapie).
Muskeltonus Spannung der Muskulatur - Hypoton- zu niedrig, schlaff - Hyperton- zu hoch, steif
N, nach oben
Nabelbruch/Nabelhernie Kreisrunde Lücke in der Bauchdecke, die meist schon kurz nach der Geburt vorhanden ist. Kann sich durch das Pressen beim Schreien vergrößern. Schließt sich meist in den ersten zwei Lebensjahren von allein.
Nabelvene Das größte Blutgefäß der Nabelschnur, welches einige Zeit nach der Geburt verödet. In der Intensivbehandlung kann sie zum Einführen von Herzkathetern oder zum Anlegen von Infusionen verwendet werden.
Nekrotisierende Enterkolitis (NEC) Schwere Erkrankung des Magen- Darm- Traktes beim Frühgeborenen, die mit einer Überflutung des Körpers mit Bakterien und Giftstoffen einhergehen.
Neo kommt aus dem Griechischen und bedeutet „neu, jung“.
Neonatologie Bereich der Kinderheilkunde, der sich mit der Frühgeborenen- Behandlung befasst
Niereninsuffizienz unzureichende Nierenfunktion mit mangelhafter Urinausscheidung.
NVK Nabelvenenkatheter
O, nach oben
Ödem Flüssigkeitsansammlung im Gewebe
offener Rücken siehe dazu Spina bifida
Operative Geburt In der Geburtshilfe können Situationen auftreten, die eine Geburt auf operativem Wege erforderlich machen, mehr dazu Link.
Oral durch den Mund
Ösophagus Speiseröhre
Ösophagusatresie Verschluss der Speiseröhre
Osteopenie Knochenweichheit beim Frühgeborenen
P, nach oben
Parenteral Ernährung über die Infusion in die Blutbahn.
Parese Lähmung; Formen: schlaff oder spastisch.
PEEP (Positive End Expiratory Pressure) Künstliche Beatmung bei der auch während der Ausatemphase ein leichter Druck in der Lunge aufrechterhalten wird.
Perinatal Zeitraum von der 28.Schwangerschaftswoche bis zum 7.Lebenstag.
Perzentile siehe Link
PDA siehe Ductus arteriosus Botalli
PH Einheit der Säuerung, Normalwert im Blut: 7,35 - 7,45.
Phototherapie Übersteigt die Blutkonzentration des gelben Blutfarbstoffes - abhängig vom Lebensalter - eine bestimmte Grenze, kann die Ausscheidung des gelben Blutfarbstoffes durch Beleuchtung des Babys mit blauem Licht beschleunigt werden, da sich Bilirubin unter Lichteinfluss zu wasserlöslichem (Photo-) Bilirubin "verändert".Diese Beleuchtung ist ungefährlich, nur gelegentlich können vorübergehend Hautveränderungen - "Wimmerln" - oder dünnere Stühle auftreten, bedeutet aber, dass die Kinder zumindest stundenweise von ihren Müttern getrennt werden. Als Vorsichtsmaßnahme zur Vermeidung von Augenentzündungen wird die Verwendung einer "Schutzbrille" empfohlen. Im allgemeinen ist das "Bilirubinproblem" fast immer nach wenigen Tagen erledigt. Siehe auch Bilirubin
Plazentainsuffizienz mangelhafte Funktion des Mutterkuchens; führt häufig zur Mangelversorgung des Feten.
Pneumonie Lungenentzündung
Pneumothorax Durch das Platzen von Lungenbläschen entstandene Luftansammlung zwischen Rippenfell und Lungenoberfläche. Behindert die Atmung und die Kreislauffunktion.
PNF-Methode Die PNF-Methode (Proprioceptive Neuromuscular Facilitation = Erleichterung der nerval-muskulären Tiefensensibilität) wurde von Dr. Kabat in den USA zusammen mit der Krankengymnastin Frau Knott entwickelt. Bei MS-Patienten wird diese Methode besonders zur Aktivierung, bzw. Kräftigung der Muskulatur eingesetzt. Häufiges Wiederholen von Bewegungen in bestimmten Diagonalen mit Drehkomponenten fördert motorisches Lernen und Ausdauer. Da viele Muskelgruppen einen diagonalen Verlauf über die Gelenke haben, wirkt diese Methode positiv auf viele Muskelgruppen. Sie unterstützt Tätigkeiten und Bewegungen des täglichen Lebens, die in drei Ebenen ablaufen (Greifen nach Gegenständen, Essen und vieles mehr). Siehe auch MS
Porenzephalie Wenn vor oder nach der Geburt Hirnzellen geschädigt werden, z.B. durch Sauerstoffmangel oder Hirnhautentzündung, entsteht an dieser Stelle ein Liquor gefüllter Raum. Je nachdem, wo sich dieser Raum befindet und wie groß dieser ist, können später Störungen bzw. Beeinträchtigungen auftreten.
Postnatal Zeitraum nach der Geburt
Polyglobulien Polyglobulien die Vermehrung der roten Blutkörperchen
Prävention Vorbeugung
Prenatal vor der Geburt
Protein Eiweiß
Prostaglandin Es handelt sich dabei um hormonartige Substanzen. Eine dieser körpereigenen Substanzen vernindern das Schließen des Ductus arteriosus. Das ist im Mutterleib wichtig. Schließt der Ductus arteriosus nach der Geburt nicht von selbst, kann versucht werden, mit einem Medikament, das die Produktion von Prostaglandin hemmt, eine Schließung des Ductus arteriosus herbeizuführen.
Pulsoximeter Gerät zur Messung der Pulsfrequenz und der Sauerstoffsättigung im Blut.
R, nach oben
RDS (Respiratory distress syndrom) Hyalines Membransyndrom
Reanimation Wiederbelebung
Respirator (Medizinisches Beatmungsgerät)
Retikoluzyten Vorstufe der Erythrozyten
Retinopathie krankhafte Veränderung der Netzhaut nach Sauerstoffgabe beim Frühgeborenen
Retinopathia praematurorum Bei Frühgeborenen ist die Netzhaut (Retina) nicht ausgereift. Es kann zu Veränderungen der Netzhaut, der Linse und des Glaskörpers kommen. Die Erkrankung wird in verschiedene Phasen unterteilt: Es kann zur Vernarbung und zur Ablösung der Netzhaut von der Hinterwand des Auges und im schlimmsten Fall zur Erblindung kommen.
RR Blutdruck
Rotaviren Erreger bei Durchfallerkrankung
ROP Retinopathia praematuorum, bedeutet Netzhautschädigung
S, nach oben
Schwangeschaftsdiabetes Vorgeburtliche Therapie: Diagnosestellung des Schwangerschaftsdiabetes bei der Mutter und akribische Einstellung desselben durch Ernährungsumstellung oder mit Insulin (Nüchternblutzucker 60-120 mg/ml, postprandial unter 140 mg/ml, Hb A1 <7,5, keine Ketone im Urin). Dies ist besonders wichtig ab der 24 Schwangerschaftswoche, da sich zu dieser Zeit durch die Blutzuckereinstellung noch das überproportionale Wachstum des Kindes verhindern läßt. Eine später begonnene Therapie bedarf einer Insulinzufuhr, um eine erhöhte Insulinproduktion des Kindes zu verhindern und damit die Gefahr der Unterzuckerung nach der Geburt.
Sectio Kaiserschnitt
Sedativa Beruhigungsmittel
Sepsis "Blutvergiftung". Lebensgefährliche bakterielle Infektion, bei der Keime in die Blutbahn eindringen und so in den ganzen Körper gelangen. Dies kann zu schweren Schäden in den Organen führen. Behandlung durch massiven Einsatz von Antibiotika.
SIDS Gefahr des plötzlichen Kindstod
SIMV SIMV (synchronized IMV) - synchronisiertes IMV (Kind kann während eines (kürzeren) Zeitraumes (‘Fensters’) einen Beatmungshub auslösen (triggern), danach wieder bis zum Öffnen des ‘Fensters’ spontan atmen), siehe auch Beatmung
SIPPV SIPPV (synchronized IPPV) - synchronisiertes IPPV (Kind kann innerhalb eines (längeren) Zeitraumes (‘Fensters’) einen Beatmungshub auslösen (triggern), siehe auch Beatmung
Small for Date Neugeborenes, das - gemessen an der Schwangerschaftsdauer - zu klein ist. Auch Mangelgeburt genannt.
Sonographie Ultraschalluntersuchung
Spastik Lähmung mit erhötem Muskeltonus
Spina bifida Unter einer Spina bifida versteht man eine Fehlbildung der Wirbelsäule und des Rückenmarkes ("offener Rücken"), mehr dazu Link
SSW Schwangerschaftswoche
Statomotorisch Gleichgewichtsbewegung betreffend
Surfactant Ein "Schmiermittel" im Lungeninneren, das ab der 35. Schwangerschaftswoche im Körper des Ungeborenen vermehrt gebildet wird. Das Mittel erleichtert die Entfaltung der Lungenbläschen vor dem ersten Atemzug und sorgt später dafür, daß die Lungenbläschen nicht miteinander verkleben. Frühchen bilden Surfactant noch nicht in ausreichendem Maße, so dass es zum Atemnotsyndrom kommen kann. Surfactant wird daher von außen über den Tubus zugeführt.
Symptom Krankheitszeichen
T, nach oben
Tachykardie Die Tachykardie, das sind Herzrhythmusstörungen, bei denen das Herz zu schnell schlägt, liegt vor, wenn der Puls über 180 Schlägen in der Minute ansteigt. Das kann sowohl in Form eines zeitweiligen Anstiegs der Herztätigkeit (Herzjagen, Herzrasen) geschehen, als auch anfallsartig auftreten.
Tachypnoe gesteigerte Atemfrequenz durch Stimulierung des Atemzentrums bei erhöhtem Sauerstoffbedarf. bei Aspiration, beim Atemnotsyndrom, Lungenentzündung, erniedrigtem Sauerstoffangebot (Hypoxämie) usw.
Tetraplegie, spastische Selbst wenn die Kinder schon früh behandelt werden haben sie eine eher schlechtere Prognose. Die Kinder fallen schon früh durch ihre hypotonie und verminderte Aktivität auf. Oftmals besteht eine Neigung zu epileptischen Anfällen, diese kann sich aber auch später entwickeln. Es können Anfälle verschiedenster Art auftreten, z.B. Muskelkrämpfe, epileptische Anfälle, Grand-Mal Anfälle. Als Begleitstörungen können Microcephalie, verschiedene Grade geistiger Behinderung, Sehstörungen, Seelenblind- bzw. Seelentaubheit und Hörstörungen auftreten.
Tetraparese Eine Schwäche von allen vier Gliedmaßen (Arme und Beine), siehe auch unter konzentrischer Sklerose
Theophyllin Dieses Medikament (erweitert die Blutgefäße und Bronchien) wird im Organismus zu Koffein umgewandelt und soll den Atemrythmus bei Frühchen unterstützen und Atempausen verhindern.
Thorax Brustkorb
Thrombozyten Blutplättchen
Tokolyse Wehenhemmung
Trachea Luftröhre
Transfusion Blutübertragung durch Infusion
Tubus Weicher dünner Plastikschlauch, der in die Luftröhre geschoben wird. Dient zur Beatmung.
U, nach oben
Ultraschall Unschädliche Untersuchung. Schallwellen werden zur bildlichen Darstellung des Körperinneren genutzt. Bei Frühgeborenen spielt diese Untersuchungsmethode eine große Rolle zur Früherkennung und Überwachung von Gehirnblutungen.
Unfruchtbarkeit mehr dazu Link
V, nach oben
Ventrikel Kammern, z.B. im Gehirn oder Herz
Ventrikelblutung Hirnblutung; Dabei dringt Blut in den Ventrikel ein und erweitert sie; eine Erweiterung kann zum Hydrocephalus führen.
Vojta-Therapie Der Vojta-Therapie kommt bei der Behandlung MS-bedingter Symptome, besonders für die Bewegungsverbesserung, große Bedeutung zu. Die Vojta-Therapie wurde von Herrn Dr. Vojta, einem Kinderneurologen, zur Behandlung von Bewegungsstörungen bei Kindern mit Hirnschäden entwickelt. Diese Therapie gründet auf angeborenen Verhaltensmustern. Dazu gehören zum Beispiel der Kreuzgang beim Gehen. Teile eines Fortbewegungsmusters können durch Druckreize bestimmter Kraft und Richtung an bestimmten Punkten (Knochen- und Muskelstrukturen an Rumpf und Extremitäten) ausgelöst werden. Gelingt die Auslösung bestimmter Bewegungsmuster, so kann dies eine Verbesserung von Gang, Stand und Beweglichkeit bewirken. Mehr siehe auch MS
W, nach oben
Wassergymnastik Bei der Wassergymnastik wird die Schwerkraft durch den natürlichen Auftrieb des Wassers verringert. Dadurch sind im Wasser Bewegungen möglich, die „an Land“ in geringerem Maße oder gar nicht durchführbar wären. Siehe auch MS
Wasserkopf Ein Wasserkopf (auch Hydro-Enzephalitis genannt) kann bei Fruehchen als Folge einer Hirnblutung auftreten. Aus diesem Grunde wird regelmäßig der Kopfumfang gemessen; wenn der Kopf überdurchschnittlich wächst, ist rechtzeitiges Eingreifen geboten.
Z, nach oben
Zwerchfellbruch Eine Hiatushernie wird auch Zwerchfellbruch genannt. Dieses Krankheitsbild bezeichnet die Verlagerung von Magenanteilen in die Brusthöhle. Brust- und Bauchhöhle werden durch das Zwerchfell normalerweise voneinander getrennt. Die Speiseröhre gelangt dabei normalerweise durch eine schmale Lücke im Zwerchfell in den Bauchraum. Bei der Hiatushernie ist diese Lücke erweitert und Teile des Magens treten durch sie hindurch.
ZVK zentraler Venenkatheter
Zyanose Blaufärbung von Lippen, Händen, Füßen oder des gesamten Körpers durch Sauerstoffmangel.
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